Implantologie
Feste Zähne mit All-on-X und Zygoma-Implantaten
Fehlen in einem Kiefer alle Zähne oder lassen sich die verbliebenen nicht mehr erhalten, wünschen sich viele Patient:innen eine Alternative zur herausnehmbaren Prothese. Beim All-on-X-Konzept trägt eine festsitzende Brücke auf wenigen Implantaten den kompletten Zahnbogen. Ist der Oberkieferknochen stark abgebaut, ermöglichen Zygoma-Implantate, die im Jochbein verankert werden, in vielen Fällen eine feste Versorgung ohne langwierigen Knochenaufbau.
Für wen eignen sich All-on-X und Zygoma-Implantate?
Beide Verfahren kommen für Patient:innen mit zahnlosem Kiefer infrage oder wenn die verbliebenen Zähne nicht mehr erhaltungswürdig sind. Häufig ist eine Prothese der Anlass, die schlecht hält, drückt oder beim Essen und Sprechen stört. Ob eine festsitzende Versorgung für Sie geeignet ist, hängt vor allem vom vorhandenen Kieferknochen, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und einer guten Mundhygiene ab. Bei Vorerkrankungen wie einem unbehandelten Diabetes oder bei starkem Rauchen ist das Risiko erhöht; das bespreche ich vorab ausführlich mit Ihnen.
All-on-X: feste Zähne auf wenigen Implantaten
Beim All-on-X-Konzept wird ein kompletter, festsitzender Zahnersatz von meist vier bis sechs Implantaten pro Kiefer getragen – je nach Anzahl spricht man auch von All-on-4 oder All-on-6. Die hinteren Implantate werden häufig schräg gesetzt, um das vorhandene Knochenangebot bestmöglich zu nutzen; ein aufwendiger Knochenaufbau lässt sich dadurch oft vermeiden. Bei geeigneter Ausgangslage ist eine provisorische feste Versorgung oft schon kurz nach dem Eingriff möglich. Sind die Implantate eingeheilt, wird der endgültige Zahnersatz angefertigt – meist in Zusammenarbeit mit Ihrer behandelnden Zahnarztpraxis.
All-on-X-Versorgungen biete ich in den Ordinationen in St. Andrä-Wördern und Frankenfels in Niederösterreich sowie in Thörl in der Steiermark an.
Zygoma-Implantate bei starkem Knochenabbau im Oberkiefer
Nach langjährigem Zahnverlust oder langem Tragen einer Prothese kann der Oberkieferknochen so stark abgebaut sein, dass herkömmliche Implantate dort keinen sicheren Halt mehr finden. Dann kommen Zygoma-Implantate infrage: besonders lange Implantate, die nicht allein im Oberkiefer, sondern im deutlich stabileren Jochbein (Os zygomaticum) verankert werden. Ein langwieriger Knochenaufbau, etwa ein Sinuslift, lässt sich so in vielen Fällen vermeiden. Zygoma-Implantate werden häufig mit herkömmlichen Implantaten im vorderen Kieferbereich kombiniert und tragen gemeinsam eine festsitzende Brücke.
Diesen Eingriff führe ich an der Klinischen Abteilung für Mund‑, Kiefer‑ und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums St. Pölten durch.
Wie läuft die Behandlung ab?
Am Anfang stehen ein ausführliches Gespräch, die Untersuchung und eine dreidimensionale Röntgenaufnahme (digitale Volumentomographie, DVT). Damit plane ich die Versorgung vom gewünschten Ergebnis aus, im sogenannten Backward Planning: Wo die Zähne später stehen sollen, bestimmt Position, Winkel und Anzahl der Implantate. Art der Betäubung und den genauen Ablauf des Eingriffs bespreche ich vorab ausführlich mit Ihnen. Bis die Implantate fest mit dem Knochen verwachsen sind, tragen Sie einen provisorischen Zahnersatz – bei geeigneter Ausgangslage bereits festsitzend. Anschließend wird die endgültige Brücke angefertigt und eingesetzt.
All-on-X und Zygoma-Implantate in Niederösterreich und der Steiermark
All-on-X-Versorgungen erhalten Sie in St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) und in Frankenfels im Pielachtal in Niederösterreich sowie in Thörl in der Steiermark; Zygoma-Implantate setze ich am Universitätsklinikum St. Pölten. Ein Beratungsgespräch ist an allen meinen Standorten möglich. Adressen und Anfahrt finden Sie unter Kieferchirurg in Niederösterreich und Kieferchirurg in der Steiermark, weitere Informationen zu beiden Verfahren auch unter festezaehne.at ↗.
Kosten & Erstattung
Die Kosten richten sich nach der Anzahl der Implantate, einem eventuell nötigen Knochenaufbau und der Art des endgültigen Zahnersatzes. Für All-on-X-Behandlungen in meinen Ordinationen in St. Andrä‑Wördern, Frankenfels und Thörl erhalten Sie eine Honorarnote, die Sie bei Ihrem Versicherungsträger einreichen können; über die Rückerstattung entscheidet der Versicherungsträger. Auch eine bestehende Zahnzusatzversicherung kann einen Teil der Kosten abdecken. Über Ablauf und Kosten – auch bei Zygoma-Implantaten – informiere ich Sie gerne im persönlichen Gespräch.
Häufige Fragen
Was bedeutet das „X“ in All-on-X?
Das X steht für die Anzahl der Implantate, die den festsitzenden Zahnersatz eines Kiefers tragen – meist vier bis sechs. Wie viele Implantate in Ihrem Fall sinnvoll sind, hängt vom vorhandenen Knochen und vom geplanten Zahnersatz ab.
Ist vorher ein Knochenaufbau nötig?
Nicht immer. Durch die schräge Position der hinteren Implantate lässt sich bei All-on-X ein aufwendiger Knochenaufbau oft vermeiden; bei starkem Knochenabbau im Oberkiefer können Zygoma-Implantate eine Alternative sein. Ob ein Knochenaufbau nötig ist, zeigt die dreidimensionale Röntgenaufnahme.
Wo werden Zygoma-Implantate gesetzt?
Zygoma-Implantate setze ich an der Klinischen Abteilung für Mund‑, Kiefer‑ und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums St. Pölten. All-on-X-Versorgungen erhalten Sie in den Ordinationen in St. Andrä-Wördern, Frankenfels und Thörl.
Persönliche Beratung vor jeder Behandlung
Vor jeder Behandlung nehme ich mir Zeit für ein ausführliches persönliches Gespräch: Wir klären gemeinsam Ihre gesundheitliche Vorgeschichte, besprechen realistische Erwartungen und beantworten alle offenen Fragen, bevor Sie sich für einen Termin entscheiden. Nur mit einer vollständigen Anamnese und einer sorgfältigen Untersuchung lässt sich beurteilen, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist und welches Vorgehen in Ihrem Fall sinnvoll ist.
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