Fachbegriffe einfach erklärt
Glossar
Auf dieser Website kommen einige medizinische Fachbegriffe vor. Hier erkläre ich sie kurz und verständlich – von A wie All-on-X bis Z wie Zyste. Die Erklärungen sind allgemein gehalten und ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch.
A
- Abszess
- Abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe, im Kieferbereich oft ausgehend von einem entzündeten Zahn.
- All-on-X
- Festsitzender Zahnersatz für einen ganzen Kiefer, der von nur wenigen Implantaten getragen wird – meist vier bis sechs. Die hinteren Implantate werden häufig schräg gesetzt, um den vorhandenen Knochen bestmöglich zu nutzen; ein Knochenaufbau lässt sich dadurch oft vermeiden. Siehe auch: All-on-X und Zygoma-Implantate · Implantate
- Ambulant / stationär
- Eine ambulante Behandlung erfolgt ohne Übernachtung – Sie gehen am selben Tag wieder nach Hause. Bei einer stationären Behandlung bleiben Sie für einige Tage im Krankenhaus, etwa nach einer Umstellungsosteotomie.
- Anamnese
- Erhebung der Krankengeschichte im Gespräch: aktuelle Beschwerden, frühere und bestehende Erkrankungen, Medikamente, Allergien und bisherige Behandlungen. Sie ist die Grundlage für jede sorgfältige Behandlungsplanung.
- Arthroskopie des Kiefergelenks
- Spiegelung des Kiefergelenks über einen kleinen Zugang mit einer dünnen Optik; das Gelenk kann dabei gespült und behandelt werden. Siehe auch: Arthrozentese
- Arthrozentese (Kiefergelenkspülung)
- Minimalinvasiver Eingriff, bei dem das Kiefergelenk über feine Kanülen mit steriler Flüssigkeit gespült wird. Dabei werden Entzündungsstoffe ausgewaschen; Schmerzen und Beweglichkeit können sich dadurch bessern. Diesen Eingriff führe ich am Universitätsklinikum St. Pölten durch. Siehe auch: Kiefergelenksbehandlung (CMD)
- Aufbissschiene
- Individuell angefertigte, herausnehmbare Kunststoffschiene, die meist nachts über den Zähnen getragen wird. Sie entlastet Kiefergelenk und Kaumuskulatur und schützt die Zähne vor Abrieb durch Knirschen oder Pressen. Siehe auch: CMD · Bruxismus
- Augmentation (Knochen- und Weichgewebsaufbau)
- Aufbau von Kieferknochen oder Zahnfleisch, wenn für ein Implantat oder eine stabile Versorgung zu wenig eigenes Gewebe vorhanden ist. Verwendet werden körpereigener Knochen, Knochenersatzmaterial und Membranen, für das Weichgewebe meist körpereigenes Bindegewebe. Siehe auch: Sinuslift · Implantate
B
- Backward Planning
- „Rückwärtsplanung“ in der Implantologie: Zuerst wird festgelegt, wo und wie der spätere Zahnersatz sitzen soll; daraus ergeben sich Position, Winkel und Anzahl der Implantate. Grundlage sind digitale Daten wie DVT-Aufnahmen und Scans. Siehe auch: DVT · Implantate
- Basalzellkarzinom (Basaliom)
- Häufigste Form von hellem Hautkrebs, vor allem an sonnenexponierten Stellen im Gesicht. Es bildet selten Tochtergeschwülste, wächst aber in das umliegende Gewebe ein. Siehe auch: Lappenplastik
- Biopsie (Gewebeprobe)
- Entnahme einer kleinen Gewebeprobe, die feingeweblich untersucht wird, um eine Veränderung sicher einzuordnen.
- Blepharoplastik
- Fachbegriff für die Lidstraffung: operative Entfernung überschüssiger Haut und gegebenenfalls von vorgewölbtem Fettgewebe am Ober- oder Unterlid. Siehe auch: Lidstraffung
- Botulinumtoxin (Botox)
- Wirkstoff, der die Übertragung von Nervenimpulsen auf den Muskel vorübergehend hemmt. In kleinen, gezielt gesetzten Mengen entspannt er überaktive Muskeln – medizinisch etwa die Kaumuskulatur bei Bruxismus, ästhetisch die mimische Muskulatur. Die Wirkung lässt nach einigen Monaten wieder nach. Siehe auch: Botox
- Bruxismus
- Unbewusstes Zähneknirschen oder ‑pressen, häufig im Schlaf. Es kann zu Zahnabrieb, Verspannungen der Kaumuskulatur, Kopfschmerzen und Kiefergelenkbeschwerden führen. Siehe auch: CMD · Aufbissschiene
C
- Chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung
- Verbreiterung eines zu schmalen Oberkiefers bei Erwachsenen: Der Knochen wird gezielt geschwächt, damit eine kieferorthopädische Apparatur ihn auseinanderdehnen kann. Siehe auch: Kieferorthopädie
- CMD (craniomandibuläre Dysfunktion)
- Sammelbegriff für Funktionsstörungen im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Zusammenbiss der Zähne. Typisch sind Schmerzen, Knacken im Gelenk, eine eingeschränkte Mundöffnung oder Verspannungen bis in Kopf und Nacken. Siehe auch: Kiefergelenksbehandlung (CMD) · Funktionsanalyse
D
- Distraktionsosteogenese
- Verfahren, bei dem ein Knochen durchtrennt und mit einer Vorrichtung über Wochen langsam auseinandergezogen wird; im Spalt bildet sich neuer Knochen.
- DVT (digitale Volumentomographie)
- Dreidimensionales Röntgenverfahren für Kiefer und Gesicht. Es zeigt Knochen, Zahnwurzeln, Nervenverlauf und Kieferhöhle räumlich und dient z. B. der genauen Planung von Implantaten oder schwierigen Zahnentfernungen. Siehe auch: Orthopantomogramm
- Dysgnathie (Kieferfehlstellung)
- Fehlentwicklung von Größe, Form oder Lage der Kiefer zueinander, etwa ein deutlicher Vor- oder Rückbiss oder ein offener Biss. Die operative Korrektur nennt man Dysgnathiechirurgie. Siehe auch: Umstellungsosteotomie
E
- Endoskopische Chirurgie
- Operationstechnik, bei der mit einer Optik (Endoskop) über kleine Zugänge gearbeitet wird. In der Mund‑, Kiefer‑ und Gesichtschirurgie kommt sie z. B. im Bereich der Kieferhöhle oder des Kiefergelenks zum Einsatz.
- Extraktion
- Fachbegriff für das Entfernen eines Zahnes. Ist ein Zahn tief zerstört, abgebrochen oder im Knochen verlagert, wird er operativ entfernt. Siehe auch: Zahnärztliche Chirurgie · Osteotomie
F
- Frenektomie (Bändchenkorrektur)
- Durchtrennen oder Versetzen eines zu kurzen oder ungünstig ansetzenden Lippen- oder Zungenbändchens.
- Funktionsanalyse
- Systematische Untersuchung von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zusammenbiss: Beweglichkeit, Gelenkgeräusche, Druckempfindlichkeit der Muskeln und Kontakt der Zähne. Sie ist die Grundlage für Diagnose und Therapie einer CMD. Siehe auch: CMD
H
- Hyaluronidase
- Enzym, das Hyaluronsäure abbaut. Der Körper bildet es selbst – deshalb lässt die Wirkung von Hyaluronsäure-Fillern mit der Zeit nach. Als Medikament kann Hyaluronidase eingesetzt werden, um einen Filler gezielt aufzulösen. Siehe auch: Hyaluronsäure
- Hyaluronsäure
- Körpereigener Stoff, der in Haut, Bindegewebe und Gelenken vorkommt und viel Wasser binden kann. Als Gel aufbereitet wird sie als Filler eingesetzt, um Volumen aufzubauen und Falten zu mildern; der Körper baut sie allmählich wieder ab. Siehe auch: Filler & Faltenunterspritzung · Hyaluronidase
I
- Implantat (Zahnimplantat)
- Künstliche Zahnwurzel, meist aus Titan, seltener aus Zirkonkeramik, die in den Kieferknochen eingesetzt wird. Nach dem Einheilen trägt sie eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese. Siehe auch: Implantate · Osseointegration
- Implantologie
- Fachgebiet, das sich mit dem Ersatz verlorener Zähne durch Implantate befasst – von der Planung mit dreidimensionalem Röntgen über das Einsetzen der Implantate und einen eventuell nötigen Knochenaufbau bis zur Versorgung mit Krone, Brücke oder festsitzendem Zahnersatz. Siehe auch: Implantate · All-on-X und Zygoma-Implantate · Implantat
- Indikation
- Medizinischer Grund, der eine bestimmte Untersuchung oder Behandlung sinnvoll oder notwendig macht. Bei manchen Eingriffen braucht es dafür einen zusätzlichen fachärztlichen Befund, etwa einen augenfachärztlichen Befund vor einer medizinisch begründeten Lidstraffung.
J
- Jochbeinbruch (Jochbeinfraktur)
- Bruch des Wangenknochens, oft mit eingedrückter Wange, Taubheitsgefühl oder eingeschränkter Mundöffnung.
K
- Kieferbruch (Kieferfraktur)
- Bruch des Unter- oder Oberkiefers, meist nach Unfall oder Sturz. Typisch sind Schmerzen, Schwellung und ein veränderter Biss. Siehe auch: Osteosynthese
- Kiefergelenkluxation
- Ausrenkung des Unterkiefers: Das Kiefergelenkköpfchen springt nach vorne aus der Gelenkpfanne, der Mund lässt sich nicht mehr schließen. Siehe auch: CMD
- Kiefergelenkprothese
- Künstlicher Ersatz eines schwer zerstörten Kiefergelenks, meist individuell für die Patientin bzw. den Patienten angefertigt.
- Kieferklemme
- Eingeschränkte Mundöffnung, meist vorübergehend durch Schwellung oder Verspannung der Kaumuskulatur, etwa nach einer Weisheitszahnentfernung. Hält sie länger an, sollte sie ärztlich abgeklärt werden. Siehe auch: Weisheitszahnentfernung
- Kieferorthopädie
- Zahnmedizinisches Fachgebiet, das Fehlstellungen von Zähnen und Kiefern mit festen oder herausnehmbaren Zahnspangen bzw. Alignern korrigiert. Bei ausgeprägten Kieferfehlstellungen wird die Behandlung mit einer Umstellungsosteotomie kombiniert. Siehe auch: Dysgnathie
- Kinnplastik (Genioplastik)
- Operative Veränderung von Form, Länge oder Position des Kinns, etwa durch Versetzen des knöchernen Kinns. Sie kann allein oder zusammen mit einer Umstellungsosteotomie erfolgen.
- Knochenblock-Transplantation
- Form des Knochenaufbaus bei größeren Defekten: Ein Block aus körpereigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial wird am Kiefer befestigt und heilt dort ein. Siehe auch: Augmentation
- Kraniomaxillofaziale Chirurgie
- Chirurgie des Gesichtsschädels: Eingriffe an Schädel, Kiefer und Gesicht, etwa nach Unfällen, bei Fehlbildungen oder Fehlstellungen.
- Kraniosynostose
- Vorzeitige Verknöcherung einer oder mehrerer Schädelnähte im Säuglingsalter, die zu einer Fehlform des Schädels führen kann. Siehe auch: Kraniomaxillofaziale Chirurgie
L
- Lappenplastik
- Verschluss eines Gewebedefekts mit Haut oder Schleimhaut aus der Umgebung, die verschoben oder gedreht wird. Siehe auch: Rekonstruktive Chirurgie
- Le-Fort-I-Osteotomie
- Operation am Oberkiefer: Er wird oberhalb der Zahnwurzeln waagrecht durchtrennt und kann so in die geplante Lage verschoben werden. Siehe auch: Umstellungsosteotomie
- Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte
- Angeborene Spaltbildung von Oberlippe, Kiefer und/oder Gaumen, die in mehreren Operationen ab dem Säuglingsalter verschlossen wird.
M
- Medikamentenassoziierte Kiefernekrose
- Absterben von Kieferknochen im Zusammenhang mit bestimmten Medikamenten, etwa gegen Osteoporose oder Knochenmetastasen (z. B. Bisphosphonate). Vor Zahnbehandlungen sollten Sie solche Medikamente immer angeben. Siehe auch: Osteomyelitis
- Mikrovaskulärer Gewebetransfer
- Verpflanzung von Haut, Muskel oder Knochen samt Blutgefäßen aus einer anderen Körperregion, die im Gesicht unter dem Mikroskop an Gefäße angeschlossen werden. Siehe auch: Rekonstruktive Chirurgie
- Mund-Antrum-Verbindung
- Öffnung zwischen Mundhöhle und Kieferhöhle, die etwa nach der Entfernung eines oberen Backenzahns entstehen kann. Sie wird meist mit einer Zahnfleischplastik verschlossen, damit sich die Kieferhöhle nicht entzündet. Siehe auch: Extraktion
- Mundhöhlenkarzinom
- Bösartiger Tumor der Mundschleimhaut, etwa an Zunge, Mundboden oder Wange. Länger als zwei Wochen bestehende Veränderungen sollten abgeklärt werden. Siehe auch: Biopsie · Neck Dissection
- Mund‑, Kiefer‑ und Gesichtschirurgie (MKG)
- Ärztliches Fachgebiet, das Erkrankungen, Verletzungen und Fehlstellungen von Zähnen, Kiefer und Gesicht operativ behandelt. Fachärzt:innen für MKG-Chirurgie haben in der Regel sowohl Medizin als auch Zahnmedizin studiert – daher der Doppeltitel „Dr. Dr.“ bzw. „DDr.“. Siehe auch: Was operiert ein Kieferchirurg? · Lebenslauf
N
- Narbenkorrektur
- Operative Verbesserung einer auffälligen oder störenden Narbe, etwa durch Ausschneiden und spannungsarmes Neuvernähen.
- Nasenbeinbruch
- Bruch der knöchernen Nase, häufig mit Schiefstand, Schwellung und behinderter Nasenatmung. Siehe auch: Nasenkorrektur
- Nasolabialfalte
- Falte, die von den Nasenflügeln schräg zu den Mundwinkeln verläuft. Mit zunehmendem Alter wird sie oft tiefer und kann z. B. mit Hyaluronsäure gemildert werden. Siehe auch: Filler & Faltenunterspritzung
- Neck Dissection
- Operative Entfernung von Lymphknoten am Hals bei bösartigen Tumoren im Kopf-Hals-Bereich.
O
- Ohranlegeplastik (Otoplastik)
- Operation, bei der abstehende Ohren durch Formung des Ohrknorpels näher an den Kopf gelegt werden.
- Oralchirurgie
- Operative Eingriffe in der Mundhöhle, etwa Zahnentfernungen, Weisheitszahnentfernungen, Wurzelspitzenresektionen, Eingriffe am Zahnfleisch oder das Einsetzen von Implantaten. Sie gehört zum Fachgebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und wird auch als zahnärztliche Chirurgie bezeichnet. Siehe auch: Zahnärztliche Chirurgie · Weisheitszahnentfernung · Implantologie
- Orbitabodenfraktur
- Bruch des dünnen Bodens der Augenhöhle. Er kann Doppelbilder oder ein eingesunkenes Auge verursachen. Siehe auch: Jochbeinbruch
- Orthognathe Chirurgie
- Teilgebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, das Fehlstellungen von Ober- und Unterkiefer operativ korrigiert – meist gemeinsam mit einer kieferorthopädischen Behandlung. Der zentrale Eingriff ist die Umstellungsosteotomie. Siehe auch: Umstellungsosteotomie · Dysgnathie
- Orthopantomogramm (OPG, Panoramaröntgen)
- Röntgen-Übersichtsaufnahme, die alle Zähne, beide Kiefer und die Kiefergelenke auf einem Bild zeigt. Für eine räumliche Darstellung wird bei Bedarf ein DVT ergänzt. Siehe auch: DVT
- Örtliche Betäubung (Lokalanästhesie)
- Ein Betäubungsmittel macht den Behandlungsbereich vorübergehend unempfindlich. Sie bleiben dabei wach; Druck oder Berührung nehmen Sie meist weiterhin wahr. Siehe auch: Vollnarkose
- Osseointegration
- Festes Verwachsen eines Implantats mit dem umgebenden Kieferknochen während der Einheilzeit. Erst danach ist das Implantat voll belastbar; je nach Knochen dauert das meist einige Wochen bis Monate. Siehe auch: Implantate
- Osteomyelitis
- Entzündung des Knochens und Knochenmarks, im Gesicht meist am Unterkiefer.
- Osteosynthese
- Stabilisierung eines gebrochenen oder operativ durchtrennten Knochens, im Gesicht meist mit kleinen Titanplatten und Schrauben.
- Osteotomie
- Gezieltes chirurgisches Durchtrennen oder Abtragen von Knochen. In der Zahnmedizin bezeichnet der Begriff auch die operative Entfernung eines im Knochen liegenden Zahnes, etwa eines verlagerten Weisheitszahns (Weisheitszahnosteotomie). Siehe auch: Umstellungsosteotomie · Weisheitszahnentfernung
P
- Parodontitis
- Durch Bakterien ausgelöste Entzündung des Zahnhalteapparats, bei der sich Zahnfleisch und Kieferknochen zurückbilden. Unbehandelt kann sie zur Lockerung und zum Verlust von Zähnen führen.
- Parotidektomie
- Teilweise oder vollständige Entfernung der Ohrspeicheldrüse (Parotis), meist wegen eines Tumors. Der durch die Drüse ziehende Gesichtsnerv wird dabei geschont.
- Perikoronitis
- Entzündung des Zahnfleisches rund um einen nicht vollständig durchgebrochenen Zahn, typischerweise um einen Weisheitszahn. Häufig sind Schmerzen, Schwellung und eine eingeschränkte Mundöffnung. Siehe auch: Weisheitszahnentfernung
- PRF (Platelet-Rich Fibrin)
- Aus eigenem Blut gewonnenes Konzentrat aus Fibrin, Blutplättchen und weißen Blutkörperchen. Es wird nach einer kleinen Blutabnahme in einer Zentrifuge aufbereitet und kann die Wund- und Knochenheilung sowie die Regeneration der Haut unterstützen. Siehe auch: PRF – Eigenblutbehandlung
R
- Rekonstruktive Chirurgie
- Wiederherstellung von Form und Funktion, etwa nach Tumoroperationen, Unfällen oder bei Fehlbildungen – zum Beispiel mit körpereigenem Knochen oder Gewebe aus einer anderen Körperregion.
- Replantation (Wiedereinsetzen eines Zahns)
- Wiedereinsetzen eines bei einem Unfall ausgeschlagenen Zahns. Die Aussichten sind besser, je feuchter der Zahn gelagert und je rascher er behandelt wird.
- Retinierter und verlagerter Zahn
- Ein retinierter Zahn ist nicht oder nur teilweise in die Mundhöhle durchgebrochen. Liegt er zusätzlich schräg oder quer im Kiefer, spricht man von einem verlagerten Zahn. Am häufigsten betrifft das Weisheitszähne. Siehe auch: Weisheitszahnentfernung
- Rhinoplastik
- Operative Korrektur der Nase, um ihre Form und/oder Funktion zu verändern – etwa bei einem Höcker, einer Schiefnase oder einer erschwerten Nasenatmung. Siehe auch: Nasenkorrektur (Rhinoplastik)
S
- Sagittale Spaltung des Unterkiefers
- Operation am Unterkiefer: Er wird auf beiden Seiten längs gespalten, sodass sich der zahntragende Teil vor- oder zurückverlagern lässt. Siehe auch: Umstellungsosteotomie
- Sinuslift
- Knochenaufbau im seitlichen Oberkiefer: Die Schleimhaut der Kieferhöhle wird vorsichtig angehoben und der entstehende Raum mit Knochen oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt, damit dort Implantate ausreichend Halt finden. Siehe auch: Augmentation
- Speichelstein (Sialolithiasis)
- Verkalkung im Ausführungsgang einer Speicheldrüse. Typisch ist eine schmerzhafte Schwellung der Drüse beim Essen.
T
- Trockene Alveole (Alveolitis sicca)
- Wundheilungsstörung nach einer Zahnentfernung: Das Blutgerinnsel, das die leere Zahnwurzelhöhle (Alveole) verschließt, zerfällt vorzeitig oder bildet sich nicht ausreichend. Typisch sind zunehmende Schmerzen einige Tage nach dem Eingriff; die Wunde wird dann in der Ordination gereinigt und versorgt. Siehe auch: Weisheitszahnentfernung
U
- Umstellungsosteotomie
- Operative Korrektur einer Kieferfehlstellung: Ober- und/oder Unterkiefer werden gezielt durchtrennt, in die geplante Position gebracht und mit kleinen Titanplatten fixiert. Der Eingriff wird mit einer kieferorthopädischen Behandlung kombiniert und in Vollnarkose am Universitätsklinikum St. Pölten durchgeführt. Siehe auch: Umstellungsosteotomie · Dysgnathie
V
- Vestibulumplastik
- Operative Vertiefung des Mundvorhofs (Vestibulum) zwischen Lippe bzw. Wange und Kieferkamm, etwa damit eine Prothese besser hält oder Implantate von festem Zahnfleisch umgeben sind.
- Vollnarkose (Allgemeinanästhesie)
- Durch Medikamente herbeigeführter, schlafähnlicher Zustand, in dem Bewusstsein und Schmerzempfinden ausgeschaltet sind. Sie wird von Fachärzt:innen für Anästhesie durchgeführt und laufend überwacht. Siehe auch: Örtliche Betäubung
W
- Wurzelspitzenresektion
- Operative Entfernung einer entzündeten Wurzelspitze samt dem umliegenden Entzündungsgewebe, wenn eine Wurzelbehandlung allein nicht ausreicht. Ziel ist, den Zahn zu erhalten. Siehe auch: Zahnärztliche Chirurgie
Z
- Zirkonkeramik
- Sehr feste, zahnfarbene Keramik (Zirkoniumdioxid). Sie wird für Kronen und Brücken sowie als metallfreie Alternative zu Implantaten aus Titan verwendet. Siehe auch: Implantat
- Zygoma-Implantat
- Besonders langes Implantat, das im Jochbein (Os zygomaticum) verankert wird statt allein im Oberkieferknochen. Es kommt bei starkem Knochenabbau im Oberkiefer infrage; diesen Eingriff führe ich am Universitätsklinikum St. Pölten durch. Siehe auch: All-on-X und Zygoma-Implantate · Implantate
- Zyste
- Mit Flüssigkeit gefüllter, von einer Kapsel umgebener Hohlraum. Im Kiefer entstehen Zysten z. B. an Wurzelspitzen oder um nicht durchgebrochene Zähne; sie wachsen meist langsam und werden in der Regel operativ entfernt.
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