Zahnärztliche Chirurgie
Weisheitszahnentfernung
Weisheitszähne brechen oft zuletzt durch – häufig erst im jungen Erwachsenenalter – und genau das macht sie zum Problem: Für die meisten menschlichen Kiefer sind sie im Laufe der Evolution schlicht zu klein geworden. Als Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie entferne ich Weisheitszähne, die Beschwerden verursachen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit verursachen werden, so schonend wie möglich – ambulant, mit sorgfältiger Voruntersuchung und klarer Aufklärung, damit Sie genau wissen, was Sie erwartet.
Wann sollte ein Weisheitszahn entfernt werden?
Eine Entfernung ist sinnvoll, wenn im Kiefer nicht genügend Platz für den vollständigen, geraden Durchbruch des Zahnes vorhanden ist, der Zahn schräg oder quer im Kiefer liegt (man spricht von einem verlagerten oder retinierten Weisheitszahn), wiederkehrende, schmerzhafte Entzündungen des umliegenden Zahnfleisches auftreten (Perikoronitis), sich eine Zyste am Zahnsäckchen des noch nicht durchgebrochenen Zahnes bildet, oder wenn der Nachbarzahn durch den anhaltenden Druck des Weisheitszahns geschädigt wird bzw. Karies entwickelt, weil er sich nicht mehr gründlich reinigen lässt. Auch vor einer kieferorthopädischen Behandlung werden Weisheitszähne mitunter vorsorglich entfernt. Nicht jeder Weisheitszahn muss entfernt werden: Ist ausreichend Platz vorhanden, steht der Zahn gerade und ist er beschwerdefrei, kann er häufig im Kiefer verbleiben und wird lediglich regelmäßig kontrolliert.
Wie läuft die Weisheitszahn-OP ab?
Vor der Entfernung steht immer eine Röntgenaufnahme – meist ein Orthopantomogramm (Panoramaröntgen), bei komplexer Lage ergänzt durch eine 3D-Aufnahme (DVT) –, um Lage, Wurzelform und Nähe zu Nachbarstrukturen wie dem Unterkiefernerv genau zu beurteilen. Der Eingriff selbst erfolgt in aller Regel ambulant unter örtlicher Betäubung; bei ungünstig verlagerten Zähnen wird der Zahn gegebenenfalls vorsichtig in kleinere Teile geteilt, um ihn schonend über einen kleinen Zugang im Zahnfleisch zu entfernen, ohne unnötig viel Knochen abtragen zu müssen. Je nach Lage und Schwierigkeitsgrad dauert die Entfernung eines einzelnen Zahnes zwischen 15 und 45 Minuten. Aus organisatorischen Gründen werden häufig mehrere Weisheitszähne in einer Sitzung entfernt, um die Zahl der Termine und die Gesamtbelastung für Sie gering zu halten.
Heilung & Nachsorge
In den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Eingriff sind eine sichtbare Schwellung der Wange, ein Spannungsgefühl und leichte Kieferklemme normal – konsequentes Kühlen von außen in den ersten 24 Stunden hilft hier spürbar. Schonkost, ausreichend Ruhe und der bewusste Verzicht auf körperliche Anstrengung, Wärme, Alkohol sowie Nikotin unterstützen die Heilung zusätzlich und senken das Risiko einer schmerzhaften Wundheilungsstörung (umgangssprachlich „trockene Alveole“). Die meisten Patient:innen fühlen sich nach etwa einer Woche deutlich besser und sind nach ein bis zwei Wochen wieder vollständig beschwerdefrei; die vollständige knöcherne Ausheilung der leeren Zahnfächer nimmt danach noch einige Wochen in Anspruch.
Kosten & Wahlarzt-Erstattung
Auch hier hängt die Verrechnung von der Ordination ab. In meinen Ordinationen in St. Andrä-Wördern, Thörl und Frankenfels wird die Weisheitszahnentfernung als Kassenleistung nach den offiziellen Kassentarifen abgerechnet – Ihnen entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten, Sie benötigen lediglich Ihre e-card. In meiner eigenen Ordination in Wien behandle ich hingegen als Wahlarzt ohne Kassenvertrag: Dort stelle ich Ihnen eine Honorarnote aus, die Sie eigenständig bei Ihrer Krankenkasse zur teilweisen Rückerstattung einreichen können – üblicherweise erhalten Sie einen Anteil jenes Betrags zurück, den die Kasse für eine vergleichbare Leistung bei einer Vertragspraxis vergüten würde, nicht den vollen Rechnungsbetrag. Eine bestehende private Zahnzusatzversicherung kann diese Differenz spürbar reduzieren; viele Versicherungen sehen für chirurgische Leistungen eigene Erstattungssätze vor.
Persönliche Beratung vor jeder Behandlung
Vor jeder Behandlung nehme ich mir Zeit für ein ausführliches persönliches Gespräch: Wir klären gemeinsam Ihre gesundheitliche Vorgeschichte, besprechen realistische Erwartungen und beantworten alle offenen Fragen, bevor Sie sich für einen Termin entscheiden. Nur mit einer vollständigen Anamnese und einer sorgfältigen Untersuchung lässt sich beurteilen, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist und welches Vorgehen im Einzelfall das beste und sicherste Ergebnis verspricht.
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